ArcelorMittal Mines Canada

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Unternehmensdarstellung


 

ArcelorMittal Mines Canada (AMMC) ist eine 85%ige Tochtergesellschaft von ArcelorMittal, dem mit Abstand größten Stahlhersteller der Welt. AMMC ist neben der IOC ebenfalls einer der führenden Eisenerzproduzenten in Kanada und betreibt zwei große Tagebauminen – Mont-Wright und Fire Lake – in Quebec, welche wichtige Flagschiffe innerhalb des eigenen Bergbausegments der Hauptgesellschaft darstellen. Am 2. Januar 2013 gab ArcelorMittal bekannt, einen 15%igen Anteil von AMMC an ein asiatisches Konsortium, geführt von dem südkoreanischen Stahlhersteller POSCO und China Steel Corp., für $1,1 Mrd. in Cash zu veräußern. Gleichzeitig zeichnete das Konsortium eine langfristige Abnahmevereinbarung für die auf deren Anteil entfallenden Eisenerzprodukte. Die Einnahmen durch diesen Teilverkauf sollen entlang des eigenen Eisenerzwachstumsplans in den Ausbau des westafrikanischen Eisenerzprojekts in Liberia reinvestiert werden, welche 75% des dort notwendigen Kapitalbedarfs für eine Vergrößerung der Konzentratproduktionskapazität um weitere 15 Mio. t ausmacht.

Mit 88,2 Mio. t ist ArcelorMittal für etwa 6% der weltweiten Rohstahlproduktion in 2012 verantwortlich (1. Halbjahr 2013: 44,9 Mio. t). Darüber hinaus förderte ArcelorMittal letztes Jahr 68,1 Mio. t Eisenerz (1. Halbjahr 2013: 33,6 Mio. t), welche 61% des eigenen Eisenerzbedarfes deckten, und ist damit nach Vale, Rio Tinto und BHP Billiton der viertgrößte Eisenerzproduzent der Welt. Die Hauptgesellschaft verfügt über Reserven von 4,3 Mrd. t Fe sowie Ressourcen 12,2 Mrd. t Fe und beschäftigt ca. 242.000 Menschen in über 60 Ländern. Bei einer äußerst kontrovers verhandelten Übernahme fusionierte im Juni 2006 die übernehmende Mittal Steel Company B.V. mit der übernommenen Arcelor S.A., so konnte die damalige Nummer 1 in der Stahlproduktion die Nummer 2 erwerben. Die im Januar 2006 gebotene Offerte von 18,6 Mrd. € musste aber nochmals deutlich auf 26 Mrd. € erhöht werden, um akzeptiert und von den beiden Hauptversammlungen im November 2007 abgesegnet zu werden. Die erste Börsennotierung der neuen Aktien erfolgte am 13. November 2007. 40,88% der ausstehenden Aktien sind im Besitz der Familie Mittal, Lakshmi N. Mittal ist der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende.

Die Projekte der AMMC gehen auf die 1957 von US Steel gegründete Québec Cartier Mining Company zurück, welche die Entwicklungsarbeiten der 90km südlich von Mont-Wright befindlichen Eisenerzliegenschaft Lac Jeanine startete. Nachdem Geologen größere Eisenerzressourcen feststellten, wurde wenig später das als Tagebau geführte Bergwerk Lac Jeanine errichtet, wofür eigens die Stadt Gagnon gebaut wurde, um die Arbeiter mit Familien beherbergen zu können. Zwischen Lac Jeanine und der Hafenstadt Port Cartier am Fluss St. Lawrence wurde eine 306km lange Eisenbahnschiene verlegt, welche Ende 1960 fertig gestellt wurde. Anfang der 1970er Jahre wurden die Eisenerzoperationen um die Projekte Fire Lake und Mont-Wright ausgeweitet und die Stadt Fermont gegründet. Dazu wurde die Schienenverbindung um 138km zu Mont-Wright erweitert. Der Tagebaubetrieb bei Mont-Wright umfasste Zerkleinerungs- und Konzentratproduktionsanlagen für eine Jahresproduktion von 14 Mio. t Eisenerzkonzentrat. 1976 wurde eine Partnerschaft mit der Firma Sidbec-Normines eingegangen, um die Errichtung und den Betrieb einer Pelletproduktionsanlage mit einer Jahresproduktion von 9 Mio. t Pellets bei den Hafenanlagen um Port Cartier zu ermöglichen. Aufgrund gefallener Eisenerzpreise und gestiegener Produktionskosten mussten 1985 Fire Lake und Lac Jeanine marktbedingt geschlossen werden, die Stadt Gagnon wurde aufgelöst. 1989 verkaufte US Steel Québec Cartier Mining an den kanadischen Stahlproduzenten Dofasco zu 50%, an Mitsui zu 25% und an CAEMI zu 25%. Als Dofasco 2005 alleiniger Inhaber von Québec Cartier Mining werden konnte, wurde Dofasco dann aber selbst im Februar 2006 von Arcelor S.A. zu 88% übernommen, die wiederum wenige Monate später bekanntlich von Mittal Steel übernommen wurden. Mitte 2008 wurde die Namensänderung von Québec Cartier Mining zu ArcelorMittal Mines Canada vorgenommen.

Der Mont-Wright Bergbaukomplex besitzt Zerkleinerungs- und eine Konzentratproduktionsanlage, große Betriebswerkstätten und ein automatisiertes Konzentrat-Zugbeladesystem. Der Tagebau bei Fire Lake, der nur zwischen Mai und Oktober betrieben wird, besitzt keine solcher Anlagen, weswegen das Roherz zu Mont-Wright per Zug transportiert wird. Die Pelletproduktionsanlage bei Port Cartier produzierte in 2012 9,3 Millionen Tonnen Pellets mit einem hochgradigen Gehalt zwischen 65-68% Fe und geringen Verunreinigungen. Die Hafenanlagen bei Port Cartier, bei denen im Schnitt 5 volle Züge mit Eisenerz pro Tag ankommen, besitzen eine jährlichen Abfertigungskapazität von 20 Millionen Tonnen, die 5 Tiefseehafendocks sind jahresumgreifend beschiffbar. Die Erze der AMMC verlassen Port Cartier nach Europa (36%), Asien (33%) und Nordamerika (25%).

ArcelorMittals Wachstumspläne für deren Bergbaubereich sehen eine Zielproduktionsrate von 84 Mio. t Fe für 2015 vor, um die vertikale Integration in das firmeneigene Stahlgeschäft zu intensivieren und sich von volatilen Marktbewegungen stärker abzukoppeln (siehe Präsentation ab Seite 41). Dafür wurden im Mai 2011 Expansionspläne für AMMC‘s Mont-Wright Minenkomplex inklusive Port Cartier veröffentlicht. Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von CAD$ 1,6 Mrd. soll die Konzentratproduktionskapazität von 14 Mio. t auf 24 Mio. bis Mitte 2013 angehoben werden. Die Konstruktionsfertigstellung war im Zeitplan, der „Ramping Up“-Prozess soll nun mit weiteren Optimierungen innerhalb des zweiten Halbjahres 2013 erfolgen, um auf die nun neue Produktionskapazität von 24 Millionen Tonnen Konzentrat hochzufahren. Zudem wird eine Studie in Aufrag gegeben, um die weitere Expansion auf eine jährliche Förderrate von 30 Millionen Tonnen in Angriff zu nehmen. Nach eigener Angabe soll die AMMC einer der kostengünstigsten Produzenten im Labrador Trough sein, desssen „Cash Costs“ nach vollendeter Expansion bei rund $38 pro Tonne liegen sollen. Die AMMC verfügt über Reserven von 1,95 Mrd. t Fe sowie Ressourcen von 6,01 Mrd. t Fe und stellt damit 45% der Gesamtreserven sowie 49,2% der Gesamtressourcen für die Hauptgesellschaft.

Ein weiteres Eisenerzprojekt von ArcelorMittal in Kanada stellt die 50%-Beteiligung an Baffinland Iron Mines dar, welche außerhalb der AMMC weit im Norden Kanadas operiert. Die restlichen 50% gehören der Nunavut Iron Ore Inc., eine Tochtergesellschaft der australischen Iron Ore Holdings LP. Nachdem damals ein harter Bieterkampf zwischen den beiden jetzigen Eigentümern entstand, wurde ein Waffenstillstand vereinbart und ein gemeinsames Angebot in Höhe von CAD$590 Mio. unterbreitet. Das damalig gegründete Joint-Venture, an dem ArcelorMittal 70% und Nunavut Iron Ore 30% hielt, reduzierte ArcelorMittal Mitte Dezember 2012 auf gleichwertige 50%, so dass beide Partner gleichviel an Entwicklungskosten beizutragen haben. Baffinland verfügt über hochgradiges DSO-Eisenerz (64-66% Fe) und Reserven von 375 Mio. t Fe sowie Ressourcen von 485 Mio. t Fe. Ursprünglich war angedacht, dass bei einer Investitionssumme von über CAD$4 Mrd. das Projekt ab ca. 2017 jährlich rund 18 Mio. t Stück- und Feineisenerze produzieren sollte. Es wurde aber ein „early revenue phase“-Plan genehmigt, der eine jährliche Produktion von 3,5 Millionen Tonnen ab 2015 bei einer Investitionssumme von nur $700 Millionen vorsieht. Aufgrund der Modifikationen müssen noch Genehmigungen dazu eingeholt werden.

Hier ein eindrucksvolles Video zur Minenexpansion in Kanada:

Hier ein informatives Video über ArcelorMittal’s Aktivitäten in Liberia:

 


 

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