New Millennium Iron

New Millennium Iron Corp. (NML) firmierte von 2003 bis Mitte 2011 unter New Millennium Capital Corp. und ist seit dem 19. Oktober 2011 zur Toronto Stock Exchange upgelistet. NML kontrolliert einen 210km langen Gürtel mit magnetischem Eisenerz (taconite), welchen sie selbst „Millennium Iron Range“ nennen und sich in zahlreiche Projekte untergliedert. Die anspruchsvolle Vision des Unternehmens ist es, ein bedeutender, kostengünstiger Eisenerzproduzent in Nordamerika bis Ende dieser Dekade zu werden. Den indischen Stahlkonzern Tata Steel als strategischen Partner zu gewinnen, war einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte des Unternehmens. Seitdem hält Tata Steel als sog. „cornerstone investor“ eine Beteiligung von aktuell 26,3% an NML.

Slideshow

Bilderquelle: www.nmliron.com | Bilderrechte: © New Millennium Iron Corp.

SWOT-Analyse

NML SWOT

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Tata Steel Minerals Canada: www.tatasteelcanada.com
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Zahlen

Tickersymbol: CA: NML DE: 36N.FSE
WKN / ISIN: A1JB2V CA64753V1067
Ausstehende Aktienanzahl: 180,009 Mio. zum 11.  Dezember 2013
Optionen / Warrants: 16,435 Mio.
Vollverwässerte Aktienanzahl: 196,442 Mio.
Cash: $8,036 Mio. zum 30. September 2013
Working Capital: $37,063 Mio. zum 30. September 2013
Short-term Investments: $27,255 Mio. zum 30. September 2013
Marktkapitalisierung: $109,805 Mio. zum 11. Dezember 2013 @ $0,61 pro Aktie
DSO Reserven (P+P) / Ressourcen (M+I+I): 64,1 Mio. t Fe 31,1 Mio. t Fe
DSO Capex: $560 Mio.
DSO Opex: $32,5 pro t sinter & super fines
DSO Produktionskapazität: 6,0 Mio. t sinter & super fines
DSO Produktionsbeginn: September 2012
Taconite Reserven (P+P) / Ressourcen (M+I+I): 5.750 Mio. t Fe 12.690 Mio. t Fe
Taconite Capex: $4.850 Mio.
Taconite Opex: $20 / $28 pro t Konzentrat / Pellets
Taconite Produktionskapazität: 35,4 / 30 Mio. t Konzentrat / Pellets
Taconite Produktionsbeginn: Q2/2017

 

Entwicklungschronik

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Charts

10-Jahres-Candlestick-Chart Kanada auf Wochenbasis

NML chart long-term
1-Jahres-Candlestick-Chart Kanada auf Tagesbasis

NML chart short-term

Das DSO Projekt

Das DSO Projekt von NML besteht aus 25 kleinen Tagebau-Lagerstätten, die hochgradiges DSO-Eisenerz (58-60% Fe) beinhalten. Auf einigen dieser Liegenschaften wurde zwischen 1954 bis 1982 durch die IOC bereits gefördert, weswegen die Infrastruktur teilweise bereits vorhanden ist. Nach alten Daten des Geological Survey of Canada besaßen diese claims eine Reserve von ca. 400 Mio. t Fe, die IOC förderte bis zur marktbedingten Schließung 1982 etwa 150 Mio. t Fe. NML konnte nach neuerlichen Bohrungen im letzten Jahr die Reserve auf 64,1 Mio. t Fe („proven and probable“) und die Ressource auf 21,0 Mio. t Fe („measured and indicated“) sowie 10,3 Mio. t Fe („inferred“) verbessern. Dazu kommen weitere 24,6 Mio. t Fe an historischen Ressourcen, die aber nicht NI43-101 konform sind und erst noch weiter exploriert werden müssen. Zudem zeigten Gravitationsuntersuchungen aus der Luft ca. 50 Anomalien, die auf weitere DSO-Liegenschaften hindeuten könnten.

NML’s DSO Liegenschaft
Bilderquelle: www.nmliron.com, Bilderrechte: © New Millennium Iron Corp.

NML's DSO Liegenschaft

Im September 2008 zeichnete Tata Steel mit NML eine bindende Vereinbarung zur Entwicklung des DSO Projekts. Sobald die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zu dem Projekt fertig gestellt sein sollte, hätte Tata Steel bis zu 180 Tage Zeit eine Investitionsentscheidung zu tätigen, um 80% an dem DSO Projekt zu erwerben. NML würden dann 80% der bis dahin entstandenen Entwicklungskosten ersetzt bekommen. Tata Steel würde $300 Mio. zu den Investitionskosten beisteuern, alles darüber hinaus würde im JV-Verhältnis 80:20 geteilt werden, und eine 100%ige Abnahmegarantie für die produzierten Güter bekommen. Zum gleichen Zeitpunkt zeichnete Tata Steel eine Privatplatzierung über $23,5 Mio. (26,1 Mio. Aktien zu $0,90) für eine 19,9%ige Beteiligung an NML.

Die im Februar 2010 fertig gestellte Machbarkeitsstudie basierte auf einer Produktionskapazität von 4,0 Mio. t Fe, 80% davon als sinter fines (Größe zwischen 75µm und 6mm) und 20% als super fines (kleiner 75µm). Mit rund $335 Mio. waren die Investitionskosten veranschlagt, die aber die weiteren Kosten in Höhe von ca. $139,5 Mio. für die Herrichtung des Transportwegs zwischen Goodwood und Timmins, Startkosten des DSO 4 Areals bei Goodwood im zweiten Produktionsjahr, Leasingkosten für Bergbauausrüstung und Fuhrpark sowie Betriebskapital nicht berücksichtigt. Der interne Zinsfuß („internal rate of return“ – IRR) ergab einen Wert von 29,1% vor und 22,3% nach Steuern bei einer Projektlaufzeit von 10 Jahren. Bemerkenswert ist, dass ein für die Wirtschaftlichkeitsanalyse verwendeter Eisenerzverkaufspreis von nur $64,50/t Fe verwendet wurde. Die operativen Produktionskosten sollen bei rund $32,50/t Fe ($12,43 für Förderung und Verarbeitung, $17,10 für Bahntransport und -betrieb sowie $2,96 für administrative Kosten) liegen.

Im Juni 2010 zeichnete Tata Steel eine weitere Privatplatzierung über $20 Mio. (14,2 Mio. Aktien zu $1.40). Am 14. September 2010 konnte die positive Investitionsentscheidung von Tata Steel für das DSO Projekt verkündet werden. Um eine weitere positive Beziehung zu den Ureinwohnern sicherzustellen, wurden „impact and benefit agreements“ mit den First Nation Gemeinden Naskapi Nation of Kawawachikamach, Innu Nation, Innu Takuaikan Uashat mak Mani Utenam und Innu Matimekush-Lac John vereinbart.

Das Camp und die Produktionsanlagen werden auf dem DSO 2&3 Areal bei Timmins aufgestellt. Eine Besonderheit des DSO Projekts bildet der Dome, der eine 182m lange, 106m breite und 42m hohe Lagerhalle darstellt und eine ganzjährige Produktion – vor allem in den eisigen und rauen Wintermonaten – erlaubt. Der Dome wird die Verarbeitungsanlagen, eine Instandhaltungsgarage, Arbeits- und Büroräume und ein Warenlager beherbergen sowie einen Eisenbahnanschluss bekommen.

NML’s DSO Dome
Bilderquelle: www.nmliron.com, Bilderrechte: © New Millennium Iron Corp.

NML dso dome

Im Januar 2012 konnte Tata Steel Minerals Canada (TSMC), die JV-Gesellschaft zwischen Tata Steel und NML, ein Bahn-transportvertrag inklusive Mietvereinbarung für Lokomotiven mit der Bahngesellschaft QNS&L zwischen Emeril Junction und Sept-Íles aushandeln. Für den Transport zwischen Schefferville und Emeril Junction wurde ein Vertrag mit der Bahngesellschaft Tshiuetin Railway geschlossen, für die 21km lange Verbindung zwischen Timmins und Schefferville (KéRail) mit Genesee & Wyoming Inc. Letztere Verbindung muss aber erst noch errichtet werden und wird bis Ende Q2/2013 fertig gestellt werden.

NML’s Bahnverbindungen
Bilderquelle: www.nmliron.com, Bilderrechte: © New Millennium Iron Corp.

NML DSO Bahn

Im August 2012 gab NML ein $12,8 Mio. Investment in ein neues Mehrbenutzer-Tiefseewasserhafendock in der Bucht von Point-Noire bei Sept-Íles bekannt. Durch dieses Investment, welches für das DSO Projekt bestimmt ist, bekommt NML für 20 Jahre Zugang zu einer jährlichen Abfertigungskapazität von mind. 5 Mio. t zu günstigen Frachtkosten.

Der Start der offiziellen Produktion wurde am 12. September 2012 verkündet. Zunächst werden die Eisenerzprodukte auf Halde produziert bis die Eisenbahnanbindung fertig gestellt wird. Zudem gab man bekannt, dass man die Produktionskapazität auf eine jährliche Rate von 6 Mio. t bis 2015 auszuweiten plant. Es sollen rund 300.000 t im Jahr 2012, 2 Mio. t im Jahr 2013 und 4,2 Mio. t in 2014 produziert werden. Die Investitionskosten für das DSO Projekt würden sich auf etwa $560 Mio. belaufen.

Im März 2013 wurde zwischen TSMC und Labrador Iron Mines (LIM) eine Rahmenvereinbarung getroffen, nach dieser TSMC für $30 Mio. einen 51% Anteil an LIM’s Howse Liegenschaft erwerben und später für weitere $25 Mio. auf bis zu 70% aufstocken kann. Die Howse Liegenschaft beinhaltet ca. 28 Mio. t Fe an historischen, nicht NI43-101 konformen Ressourcen und ist nur 4km von den Timmins Verarbeitungsanlagen von TSMC entfernt. Durch eine Produktion dort könnte man immense Kosteneinsparungen erzielen und den Produktionsbeginn des DSO 4 Areals hinauszögern, wozu der Bau eines teuren, 35km langen Transportwegs zwischen Goodwood und Timmins notwendig ist.

Bei einer Förderrate von 6 Mio. t für 2015, einem Eisenerzverkaufspreis von $130/t und konservativer kalkulierten $40/t Produktionskosten würde der auf NML entfallende Anteil einen Jahresüberschuss von etwa $64,8 Mio. bedeuten. Der NPV pro Aktie nur für das DSO Projekt beträgt $2,56* sowie bei einem KGV-Faktor von 10 einem Kurswert von $3,33* für 2015. Der NPV auf 100%-Projektbesitzbasis beträgt dabei ca. $2,345 Mrd.*, der interne Zinsfuß (IRR) nach Steuern ca. 58,7%*.

* Unter Verwendung von einem Eisenerzverkaufspreis von $130/t, operative Kosten von $40/t abzüglich 40% (10% administrative Kosten sowie 30% Steuern), 6 Mio. t jährliche Produktionsrate, 15 Jahre Projektlaufzeit; 8% Abzinsungsfaktor, vollverwässerte Aktienanzahl, 20%igen Anteil an den $22 Mio. Entwicklungskosten, $52 Mio. Investitionskostenanteil

Das Taconite Projekt

Das größte Projekt von NML nennt sich Taconite-Projekt, welches als „company builder“ angesehen und zu dem gerade die Machbarkeitsstudie erstellt wird, und besteht aus den zwei Liegenschaften LabMag und KéMag. Beide Liegenschaften wurden damals schon zwischen 1950 und 1980 durch die Iron Ore Company of Canada exploriert und untersucht, durch NML in den Jahren 2004 bis 2008.

NML’s Liegenschaften
Bilderquelle: www.nmliron.com, Bilderrechte: © New Millennium Iron Corp.

In den 1960er Jahren war die IOC auf der Suche nach Hämatit-haltigen (DSO-)Eisenerzen im Labrador Trough. Als junger Geologe im Auftrag der IOC untersuchte Robert A. Martin, der spätere Gründer von NML, die Gegend um Howells Lake und entdeckte die Liegenschaft LabMag, welche aber eine riesige, niedriggradige Taconite-Eisenerzressource beherbergt. Taconite-Eisenerze können zwar auf eine höhergradige Qualität als Hämatit aufbereitet werden, die Technik dafür war damals aber noch nicht ausgereift und die Kosten entsprechend zu hoch, so dass dieser Liegenschaft lange Zeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die IOC unternahm dennoch umfangreiche Bohrarbeiten und metallurgische Untersuchungen. Martin erkannte die Bedeutung und Attraktivität von LabMag in Verbindung mit innovativen Ansätzen, um auf Basis von niedrigen operativen Produktionskosten einen wettbewerbsfähigen Produzenten zu kreieren. Erst im Jahr 2002 gliederte Martin die erworbene Liegenschaft in seine neu gegründete Firma LabMag Mining Corp. ein und bildete ein professionelles und erfahrenes Managementteam um sich. Im Jahr 2003 ging man mit der First Nation Gemeinde Naskapi Nation of Kawawachikamach (NNK) , die für den 20%-Assetanteil die ersten Umweltprüfungen und archäologische Untersuchungen finanzierte, eine Investment-Partnerschaft für LabMag ein. Durch diese bis dahin in der kanadischen Bergbaugeschichte einmalige Kooperation mit direkter Projektbeteiligung versprach man sich, eine gemeinsam erfolgreiche Entwicklung dieser Ressource voranzutreiben. Im August 2003 wurde New Millennium Capital Corp. gegründet, das Listing an der TSX Venture Exchange vollzogen und später LabMag als Projekt im 80:20-Besitzverhältnis integriert.

NML’s NI43-101-konforme Reserven/Ressourcen
Bilderquelle: www.nmliron.com, Bilderrechte: © New Millennium Iron Corp.

NML ress

Bis 2005 hatte man den Großteil von LabMag mit Bohrungen untersucht und man kam zu der Entscheidung, eine große Gruppe von „claims“ zu sichern, welche allesamt später als Millennium Iron Range tituliert wurden, die heute eine der größten unentwickelten Eisenerzvorkommen weltweit darstellt und der Mesabi Iron Range in Minnesota sehr ähnlich sieht. Nach aussichtsreichen ersten Bohrergebnissen zu KéMag wurde diese Liegenschaft genauer untersucht, wo später ebenfalls eine massive Taconite-Ressource nach-gewiesen werden konnte. Die jeweils durchgängigen Erzkörper von LabMag und KéMag liegen sehr oberflächennah, so dass aufwändige Abraumarbeiten erspart bleiben („stripping ratio“ zwischen 0,2-0,5:1) und klassischer Tagebau angewandt wird. Der Produktionsplan laut Vor-Machbarkeitsstudie (veröffentlicht August 2006) sieht für LabMag vor, dass 15 Mio. Tonnen Eisenpellets pro Jahr hergestellt werden sollen, wofür 14,2 Mio. Tonnen Eisenkonzentrat pro Jahr benötigt werden, welche wiederum eine Förderrate von 51,6 Mio. Tonnen Roherz pro Jahr notwendig macht. KéMag (Vor-Machbarkeitsstudie von März 2009) soll 21,2 Mio. Tonnen Eisenkonzentrat pro Jahr produzieren. Davon sollen ebenfalls 14,2 Mio. Tonnen für die Herstellung von 15 Mio. Tonnen Eisenpellets verwendet werden, die restlichen 7 Mio. Tonnen Eisenkonzentrat werden als solches verkauft. Insgesamt müssten 78 Mio. Tonnen Roherz dafür abgebaut und weiterverarbeitet werden. Die Vor-Machbarkeitsstudie stellt zudem die Idee in den Raum, eine 750km lange Pipeline („Ferroduct“) für den Transport des Eisenkonzentrates zur Hafenanlage Point-Noire zu errichten, welche die Transportkosten im Vergleich zur Eisenbahnlösung von $15/t auf $2/t senken könnte.

NML’s Ergebnisse der Vor-Machbarkeitsstudie zum Taconite-Projekt
Bilderquelle: www.nmliron.com, Bilderrechte: © New Millennium Iron Corp.

NML Taconite PFS

Im Februar 2011 konnte eine $86,83 Mio. schwere Aktienfinanzierung (24,81 Mio. Aktien zu $3,50) abgeschlossen werden, deren Einnahmen für die Entwicklung des Taconite Projekts verwendet werden. Im März 2011 wurde eine bindende Vereinbarung mit Tata Steel zur Entwicklung des Taconite Projekts beschlossen, der größte Meilenstein für NML. Tata Steel beteiligt sich an der Erstellung der bankenfähigen Machbarkeitsstudie zu dem Projekt und wird 64% der Kosten von dieser (ca. $50 Mio.) übernehmen. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie hat Tata Steel bis zu 4 Monate Zeit für eine Investitionsentscheidung. Sollte Tata Steel die Option für das Taconite Projekt ziehen, würde NML 64% der Entwicklungskosten von LabMag und KéMag (ca. $39,9 Mio.) erstattet bekommen, wovon $23,8 Mio. bereits durch Tata Steel bezahlt sind.

NML’s mögliche Taconite-Projekt Joint-Venture-Verhältnisse
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NML Taconite JV

Eine positive Investitionsentscheidung könnte sich entweder auf eine einzelne oder auf beide Liegenschaften beziehen. Tata Steel würde mit NML dann für die Liegenschaft(en) ein JV im Besitzverhältnis 80:20 eingehen und die Finanzierung auf Schuldenbasis für eine maximale Investitionssumme von $4,85 Mrd. (abzgl. möglicher „paid equity interest“ von NML) arrangieren, wenn beide Liegenschaften betroffen wären. Wird nur eine Liegenschaft ausgewählt, würde Tata Steel bis zu $4,68 Mrd. für KéMag oder bis zu $3,76 Mrd. für LabMag finanzieren. Bis zu 60 Tage nach Tata Steels positiver Investitionsentscheidung hätte NML wiederum Zeit, um zu entscheiden, ob NML über die bereits 20%ige freie Beteiligung („free carry equity interest“) an dem JV hinaus weitere 16% („paid equity interest“) erwerben will. Dafür müsste NML allein aufkommen, was bezogen auf $4,85 Mrd. einen anteiligen Kapitalbedarf von $776 Mio. und bei einem Schulden-Eigenkapital-Verhältnis („debt-equity-ratio“) von 70:30 $232,8 Mio. an Cash bedeuten würde. Sollte Tata Steel im Rahmen der Finanzierung einen Drittinvestor auf Asset-Basis mit in das JV eingliedern wollen, hätte NML ein Vorkaufsrecht („right of first refusal“) auf weitere 4% und könnte so maximal auf einen JV Anteil von 40% kommen. Die Abnahmerechte für das produzierte Endprodukt stehen in Relation zu den JV Anteilen. Laut News vom 31. Dezember 2012 wird sich die Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie weiter verzögern und wird bis Mitte/Ende des Jahres erwartet. Im Juli 2012 gab NML ein $38,4 Mio. Investment durch die JV-Gesellschaft Tata Steel Minerals Canada in ein neues Mehrbenutzer-Tiefseewasserhafendock in der Bucht von Point-Noire bei Sept-Íles bekannt. Durch dieses Investment, welches für das Taconite Projekt bestimmt ist, bekommt NML für 20 Jahre Zugang zu einer jährlichen Abfertigungskapazität von mind. 15 Mio. t zu günstigen Frachtkosten. Das neue Dock soll 50 Mio. t pro Jahr verfrachten können und Mitte 2014 fertig gestellt werden. Die gesamten Investitionskosten dafür belaufen sich auf ca. $220 Mio., welche zu 25% jeweils von der Regierung Quebecs und der Hafengesellschaft von Sept-Íles sowie zu 50% durch die beteiligten Minengesellschaften getragen werden, neben NML Champion Iron Mines, Labrador Iron Mines und Alderon Iron Ore.

Explorationsprojekte

Die weit nördlich befindliche Liegenschaft Lac Ritchie kam nach Explorationsarbeiten auf eine Ressource von 4,767 Mrd. t Fe. Die Infrastrukturkosten für diese Liegenschaft dürften aufgrund der Entfernung im Vergleich zu den anderen Liegenschaften recht hoch ausfallen. Perault Lake weist eine Ressource von 4,375 Mrd. t Fe auf mit sehr geringen Verunreinigungen durch Siliciumdioxid, was diese Liegenschaft auch aufgrund der Nähe zu Bahntrasse/Pipeline sowie Strom- und Wasseranbindung sehr attraktiv macht, um diese mit einem finanzstarken Partner entwickeln zu können. Bis dato wurde ca. erst 40% des Gebietes der „Millennium Iron Range“ exploriert.

» NI43-101 Technical Report zu Sheps Lake & Perault Lake Link
» NI43-101 Technical Report zu Lac Ritchie Link

Fazit

Selbst bei einem Eisenerzpreis unter $90/t Fe (wie im September letzten Jahres) sollte das DSO Projekt weiterhin sehr profitabel sein, da die Machbarkeitsstudie dazu auf einem Eisenerzpreis von $64,50 beruhte. Erste offizielle Produktionsdaten werden vom Unternehmen aber wohl erst gegen Ende 2014 bei Erreichen der nach Machbarkeitsstudie geplanten Produktionskapazität veröffentlicht. Durch die Akquisition von LIM’s Howse Liegenschaft in Verbindung mit den historischen Ressourcen sowie aufgezeigten Anomalien des DSO Projekts könnte durch dieses zusätzliche Ressourcenpotenzial die Minenlaufzeit verlängert oder die Produktionskapazität weiter erhöht werden.

Da die vorhandene Bahntransportkapazität nicht für alle zukünftig produzierenden Eisenerzunternehmen in der Region ausreichen wird und ein über die Bahngesellschaft CN Railway organisierter Bau einer $5Mrd. teuren, neuen Bahnverbindung unter Beteiligung zahlreicher Eisenerzfirmen zu keinem Ergebnis führte, erscheint die kostengünstigere Pipeline für NML als herausragende Transportlösung. Vor dem Hintergrund der aktuell schwierigen weltwirtschaftlichen Finanzsituation, den unsicheren Konjunkturaussichten und des immens hohen Investitionsaufwand für das Taconite Projekt könnte man aber trotzdem die Meinung vertreten, dass „worst case“ Tata Steel die Finanzierung vorerst aufschieben würde, da die Fundamentaldaten des Projekts einfach zu gut sind, um das Projekt an einen Mitbewerber in der Stahlbranche zu verlieren. Die Verzögerung der Veröffentlichung der Machbarkeitsstudie kann man insofern verschmerzen, da nach Erscheinen von dieser und bei positiver Investitionsentscheidung durch Tata Steel NML für den 16%igen zusätzlichen JV-Anteil eine Eigenkapitalfinanzierung auf dem aktuell sehr niedrigen Kursniveau mit hoher Verwässerung durchführen müsste. Dadurch, dass man ein Projekt bereits in Produktion hat, kann man durch diesen Cash-Flow die anderen Projekte weiterentwickeln ohne auf verwässernde Finanzierungen zurückgreifen zu müssen.


Der Kurzlink auf diese Blogseite von NML ist: copesetic.de/nml.

Hinweis analog zu §34b WpHG: Der Autor (zugleich auch Blogbetreiber) hält Aktien von New Millennium Iron.

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